Während des Ersten Weltkrieges bestand auf dem Keilsberg in Kassel-Wehlheiden ein Kriegsgefangenenlager. Tausende Gefangene aus den Ländern der Entente waren hier eingepfercht und litten unter miserablen Bedingungen. Hunderte starben – vor allem während einer Typhus-Epidemie, die im Frühjahr 1915 im Lager wütete.
Heute erinnern zwei Kriegsgräberstätten an die Opfer: eine britische und eine zaristisch-russische. Im Rahmen einer Führung mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. nähern wir uns diesem dunklen Kapitel der Kasseler Stadtgeschichte.
Dabei gehen wir den Fragen nach, warum das Lager auf dem Keilsberg für seine Insassen zu einem Leidensort wurde und was uns die beiden Kriegsgräberstätten, die heute an seiner Stelle stehen, über Erinnerungskultur und Völkerverständigung sagen können.
