Solange die verengten nationalen Geschichtsbilder dominieren, herrscht in Europa „ein Dialog unter Schwerhörigen“. Wir wollen zur Hellhörigkeit beitragen, damit der Traum Europa in Erfüllg geht.

Es werden zwei binationale Geschichtslehrwerke – deutsch-
französische und deutsch-polnische präsentiert, die die
Schülerinnen und Schülern zum Perspektivwechsel anregen und das
gegenseitige Verstehen fördern. In diesen Lehrwerken wird
Europa, das Nachbarland sowie das eigene Land historisch neu
entdeckt und vermessen.
Ein breites Wissen über den jeweils anderen macht die
Vielgestaltigkeit Europas deutlich und schärft den Blick für die
unterschiedlichen Erinnerungskulturen, jenseits der nationalen,
oft zu eng gefassten Geschichte.
Detailierte Informationen zum Workshop findest du am Ende der Seite.

Workshopleiterin: Krystyna Götz
Experten: Dr. Dominik Pick, Martin Wicke und Karl-Hermann Wegener
Maximale Anzahl an Teilnehmer: 30
Sprachen: Deutsch, Polnisch und Französisch

Modul 1 – Freitag den 18. September 2020, 10-13 Uhr

  • M1 Vorstellung der Lehrwerke in einer Euroapschule Kassel (Wird bekannt gegeben)

Modul 2 – Freitag den 18. September 2020, 14.30-18 Uhr

  • M2 Vorstellung der Lehrwerke in einer Europaschule Kassel (wird bekannt gegeben)

Modul 3 – Samstag, den 19. September 2020, 10-13 Uhr

  • M3 Besichtigung verschiedener Erinnerungsorte in Kassel


Informationen zu den Experten:
Dr. Dominik Pick – Zentrum für historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Wissenschaftssekretär des Steuerungsrates zum Deutsch-Polnischen Geschichtsbuchprojekt

OStR Martin Wicke – Mitautor des deutsch-französischen Geschichtslehrewerks, Geschichtslehrer mit Auslandserfahrung am Landrat-Lucas-Gymnasium Gymnasium in Leverkusen

Karl-Hermann Wegner– Museumsdirektor i.R. : Workshop im Stadtmuseum Kassel und Führung zu einigen Erinnerungsorten der Stadt Kassel wie Aschrottbrunnen, Kulturbahnhof – Gleise 13 und 14, Die Rampe, Stolpersteine…

Möchtest Du gerne am Workshop „Europäisches Geschichtsbewusstsein und dialogische Erinnerungskultur“ teilnehmen? Dann schreib‘ uns eine E-Mail an workshop@kassel-ebb.eu

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Detailierte Informationen zum Workshop:
Geplant sind Präsentationen zweier europäisch ausgerichteter binationaler Geschichtslehrwerke sowie ein Rundgang zu ausgewählten Erinnerungsorten im Stadtzentrum mit einem kleinen Workshop im Stadtmuseum sowie Debatten der Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern mit interessierten Kasseler Bürgern. Erfahrungs- und Gedankenaustausch stehen im Mittelpunkt. Die neue Verortung der Erinnerung – so der Appell von Aleida Assmann – auf lokaler, regionaler, nationaler, binationaler und transnationaler Ebene wird uns in den Gesprächen beschäftigen müssen. Nicht die Vergangenheit ist das zentrale Thema sondern ihre aktuelle Wiederverwendung.

Es werden zwei besondere binationale Geschichtslehrwerke präsentiert: Das deutsch-französische vom Herr Martin Wicke, der als Mitautor und Geschichtslehrer dieses Lehrwerk mitgestaltet und ausprobiert hat. Das deutsch-polnische Geschichtsbuch vom Dr. Dominik Pick, dem polnischen Historiker und Wissenschaftssekretär, der die beiden neuen Bände 3 und 4. koordiniert.

In diesen Lehrwerken wird Europa, das jeweilige Nachbarland sowie das eigene Land historisch neu entdeckt und vermessen. SchülerInnen zum Perspektivwechsel anregen und das gegenseitige Verstehen fördern – soll mit diesem europäischen Lehrwerk vermittelt werden Ein breites Wissen über den jeweils anderen macht die Vielgestaltigkeit Europas deutlich und schärft den Blick für die unterschiedlichen Erinnerungskulturen, jenseits der nationalen, oft zu eng gefassten Geschichte. Ein Europäisches Geschichtsbewusstsein ist nämlich die Grundlage für eine aufgeklärte europäische Identität. Und diese wiederum ist die Grundlage für eine erfolgreiche und solidarische Integration im renovierungsbedürftigen Haus Europa.

Dieser Workshop ist weder eine klassische Fortbildung, auch kein Seminar und erst recht keine Fachkonferenz. Dieser Workschop ist ein Begegnungsraum für alle, die über ein kompatibles, europäisches Geschichtsbild laut nachdenken wollen. Je bunter das Publikum umso lebendiger die Begegnung von interessierten Europäerinnen und Europäern.

Solange die verengten nationalen Geschichtsbilder dominieren, herrscht in Europa „ein Dialog unter Schwerhörigen“. Wir wollen zur Hellhörigkeit beitragen, damit der Traum Europa in Erfüllg geht.