Modul 1
Sterben in Europa – Ein Überblick über Bestattungs- und Friedhofskulturen auf unserem Kontinent
Europa ist ein mehrere tausend Jahre alter kultureller Raum mit großer Verschiedenheit, aber auch mit gemeinsamen Linien. In Volkskunde und Kulturanthropologie spielt die Bestattungskultur eine wichtige Rolle, in Europa ist sie seit 2.000 Jahren christlich geprägt, hat aber bereits begonnen, sich unter dem Einfluss von Atheismus und nicht-christlichen Religionen wiederum zu diversifizieren. Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel ist das einzige deutsche Museum, welches sich der Bestattungs- und Friedhofskultur widmet und Fragen nach Bedeutung und Rolle des Todes auch aus gesellschaftlicher und philosophischer Perspektive erörtert. Bei einem Besuch und einer Führung im Museum soll diesen Überlegungen, auch anhand der Erfahrungen der Teilnehmer:innen, nachgegangen werden.
Vorbehalt: Möglicherweise hat im September 2026 bereits die Sanierung des Museums begonnen. In diesem Fall können sich inhaltliche/organisatorische Änderungen ergeben.
Modul 2
Der Tod und die Kunst – Habichtswald-Wanderung und Führung durch die Kasseler Künstlernekropole
Früher oder später stellen sich die meisten Künstler:innen die Frage, ob ihre Werke über die eigene Lebensspanne hinaus Bestand haben werden. Der Kasseler Künstler und Kunstprofessor Harry Kramer hat sich diese Frage mit einem besonderen Kunstprojekt beantwortet: Die Künstlernekropole im Habichtswald. Dort sollen bis zu 40 Künstler:innen zu Lebenszeiten ihre (künstlerischen) Grabmale schaffen und sich dort beisetzen lassen. Mehr als 10 Jahre hat Kramer benötigt, um das einmalige Kunstprojekt Wirklichkeit werden zu lassen. Seit 1993 wächst die Nekropole langsam, aber kontinuierlich inmitten dichter Bewaldung am Rande des Blauen Sees. Der Besuch und die Führung durch die Nekropole ist eingebettet in eine Wanderung durch den Hohen Habichtswald.
